Montag, 3. Dezember 2012

Koshirae (Schwert-Griff Montierung)

In diesem Post stelle ich meine Kreation einer Katana Griff-Montierung (nicht-traditionell) vor.




Hier eine Skizze zur erläuterung der Einzelteile und deren Bezeichnungen



 
Das Habaki (Klingenzwinge) habe ich aus 2mm Kupfer  geformt  (Rücken  sowie  vorne mit gleichem Material verstärkt) und Hartgelötet. Dann wurde es passgenau gefeilt  und zur Schneide verjünkt angeschlifffen. Das Habaki ist das bindeglied zwischen Klingeansatz und Tsuka (Schwertgriff), welche das Tsuba (Stichblatt) sowie Seppa (Scheiben/Kupfer) festklemmt, und für einen strammen sitz in der Saya (Schwertscheide) sichert.


Das Tsuba (Stichblatt) ist aus eienem alten stück Eisen (6mm) entstanden.




Alle Metallteile wurden vor der montage Brüniert und gevliest/mattiert.



Das Tsuka (Griff) wird in meinem Fall nicht traditionell mit aufgesteckten Zwingen am Magnolienholz Griff und Griffwicklung versehen, sondern ist aus Grenadill Holz, das an einer Seite innen mit einem 6mm Stahlstift fixiert ist, und die andere Seite durch eine Bronze Zwinge zu einer Einheit verklebt wurde.





Montiert (verankert) wird das Tsuka (Griff) an der Schwertangel (Nakago) mit einem Mekugi (Stift) welche aus einem keglig (4-6mm) geschliffenen Bambus (Büffelhorn) besteht.













Mittwoch, 14. November 2012

Katana Ständer


un-traditioneller, symmetrischer Doppel Katana Ständer.
Maße: Höhe 25/15cm , 46cm breit und 20cm tief


 

 
 

Da die Maserung des Holzes unspektakulär war, hab ich es auf alt getrimmt.
Schwarze Beize mit ein Schuss Eisenoxid aufgetragen und nach Trocknung, bis zur  Sichtbarkeit der Maserung runter geschliffen.








 


Sonntag, 14. Oktober 2012

Ziehmesser


Dieser Ziehmesser (mit 25x4cm Schneide) hatte seine beste Zeit gehabt. Pechschwarz mir tiefen Rostkerben und nur einem Wurmbefallenem Griff. Auch die schlimmste Sünde war an ihr begannen;  an der Spiegelseite war ein neuer winkel angeracht ;-(. Für den Normalfall unbrauchbar und jedem abzuraten!
Aber da am Rücken genug Futter (7,8mm) war, und ich etwas Besonderes in Ihr zu sehen glaubte, nahm ich eine lange Schleiforgie (Nassschliff am Bandschleifer) in Kauf. Die Kerben und Rost verschwanden die Spiegelseite bekam eine neue ebene,  und eine Schmiedemarke kam zum Vorschein „J A GÖRTS“ auch wenn dieser Name mir nichts sagt, beherrschte der Schmied seine Arbeit und der verwendete Stahl ist von außerordentlicher Güte, feinkörnig-fein ausschleifbar und bestens Wärmebehandelt:
Als Griffholz bot sich mir eine wundervolle Bacote Kantel an. Dieses Holz ist extrem hart, kurzspanend ähnlich Ebenholz, mit einer leicht süßlichen aromatischen Note. Der neue Griff 120mm (lang) 46 u. 26mm(breit) wurde  wie das Original geformt und  befestigt;  sprich nicht nur in die Angel eingesteckt sondern bis Eisenrücken eingelassen, die Angelspitze am Griffende ausstehen lassen und mit neuem abschlussblech (Edelstahl) umgenietet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abschließend folgte das schärfen und polieren an Wasserschleifsteinen, diesmal habe ich mich statt einem Fasen schliff der schneide auf eine flachen balligen anschliff (ähnlich einer Katana) entschieden. Nachdem auch die Spiegelseite poliert war, nochmal kurz abgeledert ;-)
 
 
Erste schneid Versuche an einer Esche Bohle; das Eisen beißt sich beim ersten Ansatz ins Holz und lässt sich präzise führen, „Das Ist Sooooo COOL“ feine spiralförmig Späne fliegen nur so durch die Gegend, meine Bewegungsabläufe bekomme recht schnell eine Routine, so dass ich das Eisen wie bei einem schleif Vorgang hin und herziehe und dabei genau dosierte Mengen an Holz abnehme, das macht süchtig, möchte gar nicht mehr aufhören.
 
Ich liebe dieses Werkzeug…………..

Freitag, 28. September 2012

Cekic (Hammer) No4


Das wird mein neuer, ich liebe diese Form, da man mit ihr präzise auf den Punkt die Schläge setzen kann.

Zutaten Bronze und Esche, Masse: Hammerkopf  90x25x37mm, Stiel 21cm, Gewicht ca. 700g














Sonntag, 23. September 2012

Schere 1900 jh.


Diese Gigantische Schneiderschere ca.35cm (800g), lag einst rostig schlummernd in einer Kiste neben anderen unscheinbaren Sachen auf dem Flohmarkt.

Gestern hab ich zur Hand genommen, zunächst Gebürstet und gefliest. Hohlschliff  der Schneide am Bandschleifer nachgeschliffen.
Dann von Hand mit Leinen (100-1000er Körnung) geschliffen und poliert.


Die orginalen Bronze Schrauben waren zwar noch Ok, aber passten optisch nicht mehr ins Bild, also kurzer Hand neue aus Edelstahl hergestellt mit M8 er Gewinde, statt 7mm (lässt sich jetzt wunderbar ohne Werkzeug nachziehen)










Diese hier ist (seit etlichen Jahren) meine Lieblingsschere eine W.Schmidt Stuttgart, Masse ca.30cm davon ca.7cm Schneide, zwar nicht so ästhetisch aber dafür eine Eier legende Wollmilchsau, ganz gleich ob Papier – Bleche oder wie hier fingerdickes Büffelleder, ohne kraftaufwand immer sauberer schnitt!!!